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Destination Projektneuigkeiten

Das Projekt Destination (DangErous tranSport To New prevenTive Instruments - Wissen um die Gefahrguttransporte als Instrument für den Umweltschutz) behandelt das Thema des Gefahrguttransportes (GGT) mit Straßenfahrzeugen. Das Projekt wird über das europäische Programm der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit „Interreg Italien-Schweiz 2007-2013“ finanziert. Projektpartner sind die Region Piemont, die Region Lombardei, die Autonome Region Aosta, der Kanton Tessin und für die Autonome Provinz Bozen die Abteilung Brand- und Zivilschutz.
Jüngste Untersuchungen zeigen, dass die Gefahrguttransporte nicht von Haus aus als gefährliche Elemente zu betrachten sind, zumal die geltenden Normen die Transporte unter normalen Umständen sicher machen. Dennoch sind die GGT im Straßenverkehr ein besonders verwundbares Element, denn wenn sie in Unfälle verwickelt werden, können sie schwerwiegende Konsequenzen für Mensch und Umwelt hervorrufen. Die Sicherheit der GGT hängt daher eng mit der Sicherheit beim Gütertransport zusammen. Eine erhöhte Sicherheit beim GGT erreicht man sowohl durch die Verbesserung der präventiven Sicherheit (Risikoanalyse, Vorbeugemaßnahmen, Schulung, Routenplanung), wie durch eine aktive Sicherheit (Verkehrsüberwachung, Unterstützung der Lenker während der Fahrt), als auch durch die Verbesserung der passiven Sicherheit (Notfallmanagement mit dem Ziel die Auswirkungen eines Unfalles zu begrenzen).
Ausgangspunkt als Basis für die Realisierung eines so genannten integrierten Informationssystems (SIIG) ist das Sammeln und Organisieren geeigneter Informationen über das Territorium und die Definition eines Risikomodells für den Gefahrguttransport auf der Straße. Dieses soll in der Lage sein, die Unfallverhütung zu unterstützen und zwar über ein Monitoring in Realzeit mit Hilfe von „On Board Unit“ (OBU) und fest installierten elektronischen Durchfahrmessstationen (Gates), um bei einem Unfall bessere Hilfsmöglichkeiten für die Bewältigung zu schaffen.
Auch in der Provinz Bozen ist die Realisierung verschiedener Gates geplant. Solche Gates sind in der Lage, die orangen, von der ADR vorgesehenen, Warntafeln zu lesen. Das System wird bei den an strategischen Punkten des Landes errichteten Gates die Art des Gefahrgutes aufzeichnen. Dank der Zusammenarbeit mit der Brennerautobahn und dem Straßendienst des Landes werden diese Messstationen entlang der Autobahn und an einigen Tunnels des Landesstraßennetzes installiert werden.
Ein innovatives Element des Projektes ist die Tatsache, dass die Methodik der Risikoanalysen nicht nur die anthropische Vulnerabilität berücksichtigt -für die eine breit gefächerte Literatur in Anlehnung an die Risikoanalyse für Störfallbetriebe (Schäden an Personen, Gütern und Infrastrukturen) zur Verfügung steht- sondern auch die Vulnerabilität der Umwelt (Kulturgüter, Landwirtschaft, Umwelt) bewertet. Das SIIG wird unterschiedliche Risikobewertungstypologien sowohl für Standard- als auch für spezielle Parameter (Verkehrsaufkommen, Wetterlage, Baustellen) ermöglichen; es wird sowohl möglich sein, Auswirkungen unterschiedlicher Szenarien zu simulieren, als auch real aufgetretene Unfälle zu bewerten.

Destination Projektneuigkeiten


Für weitere Informationen
Matteo Vischi - Tel: 0471 41 60 18
Abteilung Brand- und Zivilschutz

matteo.vischi@provincia.bz.it