Südtiroler Umweltportal
www.marseiler.com
BACK

Drei nachhaltige Fragen an Landesrat Florian Mussner

Herr Landesrat, wir sind gewohnt, den Begriff der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Umwelt zu verwenden, aber in der Architektur...
LR Florian Mussner: Der Gedanke der Nachhaltigkeit sollte alle unsere Lebensbereiche bestimmen, warum also nicht auch die Architektur, die unser Umfeld prägt wie kaum etwas. Wie wir wohnen, wie wir arbeiten, welchen Gebäuden wir begegnen, wenn wir im Land unterwegs sind: All das beeinflusst unser Wohlbefinden grundlegend.

Ich nehme an, Sie beziehen sich hier nicht nur auf das Optische.
LR Mussner: Nicht nur, aber auch. Gute Architektur zeichnet sich schließlich auch dadurch aus, dass sie den Betrachter berührt, und das geschieht zuallererst über das Auge. Gute Architektur erschöpft sich darin aber nicht, sondern muss in jeder Beziehung nachhaltig sein: optisch, aber auch technisch, funktional und ökologisch.

Ökologisch bauen? Worauf muss da besonders geachtet werden?
LR Mussner: Auf sehr viele Dinge! Die Palette reicht von der Energieeffizienz, also der CO2-Bilanz in der Erhaltung, über die CO2-Bilanz beim Bauen, die Gestaltung der Freiräume oder die Planung der Mobilität bis hin zur Auswahl der Baumaterialien, die möglichst heimisch und natürlich sein sollten, müssen sie doch irgendwann auch entsorgt werden. Alles in allem sollte nachhaltiges Bauen zum Muss werden. Unser Land ist schließlich zu schön für schlechte Architektur.

Landesrat Florian Mussner Dr. Florian Mussner
Landesrat für ladinische Schule und Kultur, Vermögensverwaltung, sowie öffentliche Bauten