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Green Mobility: Nachhaltige Mobilität ist unser Auftrag

„Green Mobility“ wurde mit dem Ziel geboren, Südtirol zur Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität zu machen. Das Projekt beschäftigt sich mit allen Formen der nachhaltigen Mobilität, vernetzt sie miteinander, bereitet den Boden für Innovationen und lanciert neue Projekte.
Green Mobility wurde 2012 als Initiative des Ressorts für Mobilität des Landes Südtirol ins Leben gerufen und wird von der STA - Südtiroler Transportstrukturen AG koordiniert.

Green Mobility Logo

Green Mobility nimmt eine koordinierende Rolle unter Südtirols Akteuren im Bereich der nachhaltigen Mobilität ein. Mit dem Logo „GreenMobility Südtirol/Alto Adige“ wird ein einheitliches Erscheinungsbild für Projekte, Initiativen und Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilität in Südtirol gewährleistet.

Unsere Schwerpunkte

1. Elektromobilität

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Luftverschmutzung, Feinstaub, Klimawandel, Verkehrslärm oder die Abhängigkeit vom Import fossiler Rohstoffe machen die Beantwortung dieser Frage mittlerweile dringend.
Eine Antwort auf die Frage ist die Elektromobilität. Egal, ob der Strom in einer Brennstoffzelle erzeugt oder in einer Batterie gespeichert wird - die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch, sei es bei Fahrrädern, Scootern, Autos oder beim öffentlichen Verkehr. Bereits heute sind weltweit rund 1,3 Mio. Elektroautos weltweit unterwegs und es werden immer mehr. Zwar sind die Elektroautos aufgrund der noch immer teuren Batterien in der Anschaffung spürbar teurer als Autos mit Diesel- oder Benzinmotor, bei den Betriebskosten kann man dann aber richtig Geld sparen. Denn Strom ist wesentlich billiger als Benzin oder Diesel und auch im Unterhalt sind Elektroautos günstiger. Ein Kostenvergleich zwischen einem VW Golf TDI und einem VW e-Golf, der auf der Webseite www.greenmobility.bz.it/projekte/wie-teuer-sind-elektroautos/wie-teuer-sind-elektroautos nachgelesen kann, macht dies deutlich.

Die Situation in Südtirol
Südtirol befindet sich in Sachen Elektromobilität in einer sehr guten Ausgangslage, wird hier doch ausreichend sauberer Strom erzeugt, um Elektroautos oder auch Brennstoffzellenbusse umweltfreundlich anzutreiben. An einem dichten Ladesäulen-Netz für E-Autos wird intensiv gearbeitet.
Durch die Förderung der Elektromobilität, wie im Sommer 2017 beschlossen, will die Südtiroler Landesregierung den Umstieg auf umweltschonende Technologien in der Mobilität unterstützen, um so die Belastung durch Verbrennungsmotoren möglichst zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Kaufprämien für Privatpersonen
Um einen Förderbeitrag für E-Fahrzeuge und Ladesysteme ansuchen können dabei Privatpersonen, öffentliche Körperschaften, Vereine und andere Organisationen, die keine unternehmerische Tätigkeit ausüben. Gefördert wird:

  • der Ankauf und die Installation von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge, einschließlich der Plug-In-Hybride, und eventuelle Kosten für einen eigenen Stromanschluss;
  • die Bereitstellung von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge, einschließlich der Plug-In-Hybride, durch einen Dienstleistungsvertrag, inklusive eines eventuellen eigenen Stromanschlusses; diese Verträge müssen eine Dauer von mindestens drei Jahren haben und bei Vertragsablauf den Erwerb des Eigentums am geförderten Gut vorsehen;
  • der Anschluss und die Installation einer oder mehrerer Ladestationen, sofern diese unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Alle weiteren Informationen über die Förderungen, die an Privatpersonen, öffentliche Körperschaften, Vereine und andere Organisationen gewährt werden, können auf der Webseite unter www.greenmobility.bz.it/fileadmin/user_upload/Projekte/Elektromobilitaet/171212_factsheet_Private_Web.pdf nachgelesen werden.

Kaufprämien für Betriebe
Was hingegen die Förderbeiträge für Betriebe betrifft, so können Unternehmen, Freiberufler und Selbständige folgender Bereiche ansuchen: Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen und Tourismus. Gefördert wird der Ankauf von fabrikneuen Batterieelektrofahrzeugen (BEV), Batterieelektrofahrzeugen mit Range Extender (BEV mit REX), Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) und „Plug-in-Hybridfahrzeugen“ (PHEV) zur Personen- und Güterbeförderung. Daneben wird auch der Ankauf von zwei-, drei- und vierrädrigen E-Fahrzeugen, Elektro-Lastenrädern sowie Heimladestationen gefördert.
Informationen über die Förderbeiträge an Betriebe können auf der Webseite unter www.greenmobility.bz.it/fileadmin/user_upload/Projekte/Elektromobilitaet/Factsheet_Foerderungen_Betriebe.pdf nachgelesen werden.

Green Mobility


2. Radmobilität

Radfahren liegt im Trend und auch in Südtirol steht die Radmobilität ganz weit oben. Bozen gilt gar als fahrradfreundlichste Stadt Italiens. Das Südtiroler Radwegenetz begeistert Einheimische wie Touristen gleichermaßen und dank eines flächendeckenden Radverleihsystems sind Radtouren durch ganz Südtirol möglich. Noch attraktiver wird die Kombination aus Rad und Zug durch neue und sichere Fahrradabstellanlagen an Südtirols Bahnhöfen, die nun schrittweise errichtet werden.

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3. Mobilitätsmanagement

Es braucht nicht immer Bagger und Tunnelbohrmaschinen, um Verkehrsprobleme zu lösen. Auch ein konsequentes Mobilitätsmanagement trägt dazu bei, die Mobilitätsbedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern zu befriedigen. Mobilitätsmanagement verlangt nach weichen Maßnahmen wie Information und Beratung, nach einer Koordination des bestehenden Verkehrsangebotes oder der Ausarbeitung integrierter Strategien und Mobilitätskonzepte.
Um das Bewusstsein für eine integrierte und nachhaltige Mobilität weiter zu stärken, wird Green Mobility im Jahr 2018 zum zweiten Mal einen sechsteiligen „Mobilitätslehrgang“ für Gemeindeverwalter und Planer abhalten, der die Grundlagen der nachhaltigen Mobilität vermitteln soll. Informationen werden rechtzeitig auf der Webseite www.greenmobility.bz.it veröffentlicht.

Green Mobility


#greenmobilitybz

Die Südtiroler Politik geht mutig voran und will das Land zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität machen. Um dieses Ziel konsequent zu verfolgen, hat die Südtiroler Landesregierung im Juli 2017 das Maßnahmenpaket #greenmobilitybz verabschiedet, das der nachhaltigen Mobilität in Südtirol einen deutlichen Schub verleihen soll. Das Paket #greenmobilitybz sieht insgesamt 25 Maßnahmen vor, die von der Förderung des Radfahrens über den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bis hin zur Elektromobilität reichen. Insgesamt stehen für die Umsetzung des Maßnahmenpaketes #greenmobilitybz pro Jahr 10 Millionen Euro zur Verfügung.
Ausgearbeitet wurde das Maßnahmenpaket von der Arbeitsgruppe „Green Mobility“.

Green Mobility

Das Maßnahmenpaket orientiert sich an der Pyramide der nachhaltigen Mobilität: Oberste Priorität hat die Verkehrsvermeidung, die etwa mit Mobilitäts-Lehrgängen für kommunale Planer/Gemeindereferenten oder Planungsleitfäden für Gemeinden verfolgt wird.
Die zweite Kategorie des Maßnahmenpaketes sieht die Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger vor, wozu etwa die Umsetzung von Best-Practice-Projekten in den Bereichen Radmobilität und Fußmobilität beitragen soll.
Die dritte Kategorie des Maßnahmenpakets, die „Verkehrsverbesserung“, umfasst vor allem Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität (s. oben).
Mit gutem Beispiel vorangehen werden die öffentlichen Institutionen in Südtirol: Der Fuhrpark des Landes, der Agenturen und Hilfskörperschaften sowie der Schulverwaltungen und auch anderer öffentlicher Einrichtungen (z.B. Gemeinden) soll so weit möglich und schrittweise auf emissionsfreie Fahrzeuge umgestellt werden. Dabei gilt das Prinzip, dass jeder Kauf von Fahrzeugen, die keinen Elektroantrieb haben, eigens begründet werden muss (Beweislastumkehr).

Kommunikationskampagne
Das Paket #greenmobilitybz wird von einer Kommunikationskampagne begleitet, damit die neuen Fördermöglichkeiten bekannter werden und durch ihre rege Nutzung die Entwicklung Südtirols zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität beschleunigt wird. In diesem Zusammenhang wurden #101argumente ausgearbeitet, mit denen plakativ veranschaulicht werden soll, warum man nachhaltig mobil sein soll. Alle #101argumente können auf der Webseite www.greenmobility.bz.it/projekte/101argumente/101argumente/ nachgelesen werden.

Green Mobility
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Projektauswahl:

Südtiroler Mobilitätspreis
2017 hat die Südtiroler Landesregierung erstmals den Südtiroler Mobilitätspreis ausgelobt. Prämiert werden Projekte, die die sanfte Mobilität unterstützen, schädliche Auswirkungen des Verkehrs reduzieren und nachhaltige Mobilitätsformen in den Vordergrund rücken. Projekte einreichen können alle öffentlichen Körperschaften, Vereine, Organisationen und Betriebe. Mit der Ausarbeitung des Reglements für den Südtiroler Mobilitätspreis wurde die Abteilung Green Mobility in der STA - Südtiroler Transportstrukturen AG beauftragt.
Bei der ersten Auflage des Preises im Jahr 2017 haben 18 Teilnehmer ein Projekt eingereicht, wobei die Gemeinde Mals die Jury mit ihrer „Mobilitätsstrategie 2020“ überzeugen konnte.

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Roadshow Elektromobilität
Die „Roadshow Elektromobilität“ wurde 2013 ins Leben gerufen, um zur Sichtbarkeit und Verbreitung der Elektromobilität beizutragen. Im Jahr 2017 haben rund 1.200 Südtirolerinnen und Südtiroler die Möglichkeit genutzt, verschiedene Elektrofahrzeuge auszuprobieren und sich von den Vorteilen dieser modernen und sauberen Technologie zu überzeugen.
Beim E-Drive Day, einer Etappe der Roadshow im Mai 2017, die gemeinsam mit dem Verkehrssicherheitszentrum Safety Park ausgetragen wurde, haben rund 700 Personen die Möglichkeit genutzt, Elektromobilität kennen zu lernen und auszuprobieren.
Auch 2018 wird die Roadshow Elektromobilität in drei unterschiedlichen Südtiroler Ortschaften Halt machen. Alle diesbezüglichen Informationen werden in Kürze auf der Webseite www.greenmobility.bz.it bekannt gegeben. Voraussichtlich im Oktober 2018 wird auch der E-Drive Day im Verkehrssicherheitszentrum Safety Park wieder stattfinden (Informationen unter www.greenmobility.bz.it).

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Fahrradwettbewerb „Südtirol radelt“
Um das Fahrrad auch als Alltagsverkehrsmittel zu etablieren, haben Green Mobility und das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige den Fahrradwettbewerb „Südtirol radelt“ ins Leben gerufen: Wer über die mehrmonatige Dauer des Wettbewerbs zumindest 100 Kilometer mit dem Rad zurücklegt, hat neben dem persönlichen Gewinn auch noch Chancen auf Preise. Im vergangenen Jahr, übrigens dem 200. Geburtsjahr des Fahrrades, haben über 3.300 Teilnehmer teilgenommen und rund 3,1 Millionen Kilometer „erradelt“.
Auch im Jahr 2018 – und zwar zwischen dem 16. März und dem 30. September 2018 - findet wiederum der Fahrradwettbewerb „Südtirol radelt“ statt. Alle Informationen können auf der Webseite www.suedtirolradelt.bz.it nachgelesen werden.

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Weitere Informationen:

Web: www.greenmobility.bz.it
Facebook: www.facebook.com/greenmobilitysuedtirol
Instagram: @green.mobility
YouTube: www.youtube.com/user/mobilinsuedtirol

Provinz BZ STA