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ProGreen: Südtirol und Tirol sehen „grün“

Interreg IV

Das Projekt ProGreen sieht die Gründung eines grenzüberschreitenden Netzwerkes im Bereich erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen vor. Genauer gesagt will es die Zusammenarbeit jener Unternehmen Tirols und Südtirols fördern, die in der Green Economy tätig sind. Das Projekt wird durch das Programm Interreg IV Italien-Österreich 2007-2013 finanziert, die Projekt-Partner sind der Projektkoordinator TIS innovation park und die Standortagentur Tirol. Die Autonome Provinz Bozen– Abteilung Innovation, die Europaregion Tirol Südtirol Trentino und das Land Tirol beteiligen sich am Projekt als Beobachter.
Tirol und Südtirol sind bekannt für ihr Umweltengagement: beide Länder fördern die Green Economy stark. Das kann man vor allem an der Vielzahl von Unternehmen und Experten erkennen, die in den Sektoren erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen tätig sind. Ihnen ist es gelungen, auf staatlicher Ebene ein großes Netzwerk aufzubauen.
Das Projekt ProGreen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kooperationsmöglichkeiten zu verbessern, um so ideale Voraussetzungen für ein Wachstum der Länder zu bieten und diese dem internationalen Wettbewerb besser begegnen können.
Konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Projektziele sind: Gründung einer öffentlichen zweisprachigen Datenbank der in den beiden Sektoren tätigen Akteure der beiden Länder, Organisation sektorspezifischer Exkursionen und anderer Initiativen, um den Erfahrungsaustausch, die Kooperationsförderung anzukurbeln.
Die Innovation besteht in der Logik, mit der das Projekt umgesetzt wird. Etwa im Aufbau der Datenbank, bei der die typische Ausgangssituation des Datenbankbenutzers berücksichtigt wurde. Häufig suchen Nutzer eine Dienstleistung oder ein Produkt, das nicht in allen Einzelheiten und Details klar definiert ist. Es gibt unzählige solcher Produkte und Dienste auf dem Markt, und oft sind diese den vielzähligen Neuerungen unterworfen. Um den Angebotssuchenden schneller zum Anbieter zu bringen, mussten die Produkte nicht nur in weitgefasste Kategorien unterteilt, sondern auch sichergestellt werden, dass Innovationen mit aufgenommen werden können. In einem ersten Schritt wurden also mindestens zwei Makrosektoren der Green Economy festgelegt, die in den beiden Ländern bereits weit verbreitet und gut entwickelt sind.
Hier kristallisierten sich die beiden Sektoren erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen heraus.
Innerhalb dieser wurden wiederum Produktionszweige und -bereiche definiert, die ein gemeinsames Thema aufweisen (im Sektor erneuerbare Energien etwa Biogas und Solarthermie oder im Sektor nachhaltiges Bauen Hochbau, Türen und Fenster). Die jeweilige Rolle in der Produktionskette wurde schließlich in Tätigkeitstypologien unterteilt (ungefähr 20, darunter etwa Projektierung, Produktion der Komponenten, Installation). Folglich kann der Datenbankbenutzer über drei Passagen (Identifikation des Sektors, des Produktionszweigs und der Tätigkeit) seine Anfrage formulieren. Auf diese Weise fällt die Auswahl auf eine begrenzte Anzahl von Anbietern. Neben dieser Suchmöglichkeit beinhaltet die Datenbank auch Suchfunktionen mit anagraphischen oder textuellen Stichwörtern zur Erweiterung der Suchmöglichkeiten. Die Datenbank wird ab August 2013 auf der Internetseite des Projektes www.progreenet.eu abrufbar sein.

Das Projekt bietet nicht nur Instrumente zur Vereinfachung der Begegnung zwischen Nachfrage und Angebot, sondern organisiert auch Treffen zwischen Wirtschaftstreibenden, etwa in Form von sektorspezifischen Exkursionen. Dabei wird man sich der geführten Besichtigungstouren enertour® bedienen: Akteure eines Landes werden im anderen Land repräsentative Bauten wie etwa Passivhäuser oder Biomasseanlagen besichtigen und sich dabei mit Experten und am Bau beteiligten Unternehmen austauschen können. Diese direkte Konfrontation in einem technischen Gebiet kann helfen, unbewusste Kooperationsbarrieren zu überwinden. Der Besuch der Südtiroler Delegation hat bereits stattgefunden, die Tiroler Delegation wird hingegen im Herbst 2013 erwartet.
Im Winter 2013 sind dann individuelle Treffen zwischen den Unternehmen vorgesehen, um gezielt Kooperationen anzuregen.

Neben diesen Instrumenten möchte das Projekt gezielt Synergien fördern und langfristig ein Kooperationsnetzwerk aufbauen. In beiden Projektländern werden Veranstaltungen stattfinden, in denen das Projekt und dessen Ziele vorgestellt werden. Eine abschließende Tagung bietet den Unternehmern zudem die Möglichkeit, sich informell zu treffen. Auf der Internetseite werden nicht nur Informationen zur Tätigkeit abrufbar sein, sondern auch nützliche Informationen für alle im Sektor tätigen Akteure.
Da auch die Europaregion zu den Projektpartnern zählt, ist auch ein Erfahrungsaustausch mit der Autonomen Provinz Trient vorgesehen.

Progreen


Für Informationen:
TIS innovation park – Bereich Energie & Umwelt
Siemensstr. 19 - I-39100 Bozen
tel +39 0471 068046
fax +39 0471 068100
e-mail:
energy@tis.bz.it