Südtiroler Umweltportal
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Tourismus im Klimawandel

Die Autonome Provinz Bozen widmet sich seit geraumer Zeit in vielen Bereichen direkt, bzw. durch gezielte Förderpolitik, indirekt, dem Klimaschutz.
Aktionen zur Luftverbesserung und zur Optimierung der öffentlichen Verkehrsmittel, die Errichtung der Dienststelle für Umweltbildung, die Initiativen für Schulen abwickelt, oder das Projekt KlimaHaus, das auf staatlicher Ebene inzwischen als Modell des Energie- und Klimaschonenden Bauens betrachtet wird, sind nur einige wenige Beispiele für das breite Tätigkeits- und Förderspektrum.
Klimaschutz und Klimawandel stellen auch den alpinen Tourismus vor große Herausforderungen. Konsum- und Freizeitverhalten der Gäste verändern sich. Äußerste Priorität ist dem bedachtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Bewahrung unserer Landschaft einzuräumen. Eine Schlüsselrolle spielt hier zweifelsohne der touristische Verkehr.
Dank dem Mut zur Innovation, der Anpassungsfähigkeit und Flexibilität in Bezug auf das veränderte Umweltbewusstsein ihrer Gäste, stärken die heimischen Tourismusbetriebe Südtirols Positionierung auf dem Weltmarkt; schließlich birgt der Klimawandel für den Alpenraum, neben Risiken für den Winter, auch Chancen für den Sommer, die es zu nutzen gilt.
So werden die Berggebiete bei den Gästen aus den künftig heißeren Südländern und im Bereich des Gesundheitstourismus, vermutlich eine Renaissance der „Sommerfrische“ erleben können. Bewusstseinsbildung, starkes Engagement eines jeden einzelnen Unternehmers und der Branche als Ganzes, sind gefragt, um den neuen Herausforderungen erfolgreich entgegenzutreten.
Die langfristige Sicherung des alpinen Tourismus durch tragfähige und nachhaltige Lösungen verlangt auch nach einem grenzüberschreitenden Zusammenwirken der Alpenländer. Kooperationen durch wichtige Netzwerke wie z.B. „Alpine Pearls“, greifen schon heute erfolgreich die Thematik Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf, setzen diese in ihrem touristischen Angebot durch umweltfreundliche Angebote rund um die Mobilität ihrer Gäste um, und spielen in dieser Beziehung eine Vorreiterrolle.
Endziel ist die Verwirklichung eines umwelt- und klimafreundlicheren Tourismus durch die Weiterentwicklung von schonenden Alternativangeboten, die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, sowie die Verkehrsverlagerung in Richtung Sanfte Mobilität.
Südtirol hat sich seit geraumer Zeit für einen sorgsameren Umgang mit der Umwelt auf den Weg gemacht. Mit Geduld und Ausdauer, kleineren und größeren Schritten, tragen das Land Südtirol und all seine Bewohner, einen wichtigen Teil zum globalen Klimaschutz und zur Erhaltung des vielfältigen natürlichen Südtiroler Lebensraums bei. Das Umweltbuch mit all seinen nützlichen Tipps, ist der beste Beweis dafür.


Landesrat Hans Berger Hans Berger
Landeshauptmannstellvertreter